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9. Kapitel-erster Abschied!

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@A Sommerferien! Davids 17. Geburtstag, ein Weihnachtskonzert und Abschied aus Oruro! Was für eine Kombination, durch die Wärme und Andersartigkeit hier ist es schwer, an Weihnachten zu denken. Und Nikolaus habe ich ganz vergessen, er existiert hier nicht. Erdbeeren, die es im Moment gibt,  zu Davids Geburtstag sind auch schräg... In der Musikschule sang ich bei einem Weihnachtskonzert mit dem 120 Mann starken Chor unter anderem die bolivianische "Stille Nacht" (quasi mein Beitrag aus der Ferne zum 200 Jahr-Jubiläum) Die Party zu Davids 17. Geburtstag haben wir wahnsinniger Weise bei uns zu Hause veranstaltet, mit deutschem Kuchenbuffet und Abendessen, was im übrigen auf Partys hier nicht üblich ist. Getränke und am Ende der Geburtstagskuchen, das ist üblich. Danach gehen die Gäste dann, wir würden sagen-zur Würstelbude- und essen zu Abend. Die komplett umgeräumte Wohnung war, sagen wir, gut gefüllt, nachdem es auch gleichzeitig eine Abschiedsparty von seinen Freunden ...

8. Kapitel-Flexibilität-Flexibilität-Flexibilität

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@A Stück für Stück "sickern" wir hier ein in das Umfeld der Orureños und die Mentalität "sickert" ein in uns. Nicht immer reibungslos, aber immer öfter. Das ist natürlich hauptsächlich ein Problem von mir: ich fühl mich manchmal wie der Rilke'sche Panther: ich will, aber kann nicht. Der Unterricht in der Musikschule erstreckt sich auf viele kleine Einheiten in "trabajo corporal", wie es hier genannt wird und das ist den SchülerInnen gänzlich unbekannt, obwohl sie bei rhythmischen geschriebenen Übungen sehr fortgeschritten sind. (im Vergleich zu Deutschland) Die Professoren gehen mit meiner Anwesenheit eher schüchtern um, nachdem Besuch hier generell nicht so häufig ist, ist das auch kein Wunder. Die SchülerInnen sind offen und experimentierfreudig, das freut mich.  Die Deutsch-Nachhilfe ist bei Schulabgängern sehr beliebt, viele wünschen sich einen Studiumsaufenthalt in Deutschland, sind aber nach 12 Jahren Schule weder in Englisch noch in Deutsch ...

7. Kapitel-Oruro

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@A Heute beginnen wir wieder einmal mit einem Suchbild: Wo ist der Eingang zu unserer Wohnung? Wir finden ihn selbst manchmal nicht, vor allem nachts, wenn alle Schubkarren weggeräumt sind. Die wichtigste Nachricht ist jedoch, dass wir eine Wohnung haben, das war gar nicht so selbstverständlich! Der Standard ist in Oruro deutlich niedriger, die Preise aber höher als in Cbba. Das erste Mal seit 6 Wochen haben wir alle unsere Koffer in Händen und können auf Wäsche, Bücher und sonstiges zugreifen. Wir werden wohl noch eine Zeit lang herrichten, reparieren und renovieren ( ich sag nur: Bad!) müssen, ansonsten hält der Alltag Einzug. Die Kinder gehen zur Schule, Wolfgang arbeitet fürs Complejo und ich sitze viel in der Musikschule, wo mir Lehrpläne, Unterrichtsräume, Lehrer/innen gezeigt werden. Nebenbei habe ich Nachhilfeschüler in deutsch vom Collegio Aleman, die zum Studium nach Deutschland gehen wollen. Alle Wege, die wir hier machen, sind noch anstrengend: Zum einen vermiss...