10.Kapitel-Sommerurlaub in Brazil
@C
Silvester haben wir in Rio verbracht, was sich wirklich gelohnt hat. An den paar Tagen um Silvester war alles organisiert, was man sonst nicht so behaupten kann von Rio....... Es begann ein paar Tage davor, denn an diesen Tagen muss man die U-bahn Tickets zum Strand kaufen, die ein Tag davor schon ausverkauft waren. Man kann Tickets für jede Stunde kaufen, das heißt, wenn man ein Ticket für die Zeit zwischen 22 und 23 Uhr kauft, kann man nur
während dieser Stunde hinfahren.
Auf dem Weg zum Strand waren alle Straßen voll mit weiß bekleideten Leuten. Das ist hier die Tradition das man sich weiß anzieht, wo wir dann bisschen rausgestochen sind😅.
Bei Copacabana waren ca. 2 Millionen Menschen und haben das riesige, vom Meer aus schießende Feuerwerk angeschaut. Danach wurde noch sehr viel gefeiert, es gab eine Riesen-Live-Bühne,

überall noch dazu laute Musik und sehr billigen Caipirinha.
Brasilien war eine sehr schöne Abwechslung zu Bolivien. Die Leute sind super super super freundlich und meega offen. Wir waren ja schon sehr überrascht. wie offen sie in Cochabamba sind aber das ist noch mal eine andere Liga. Denn hier ist es den ganzen Tag sehr warm, bis zu 40°C, jeder läuft mit Bikini und Badehose rum und sie sitzen so auch in den Restaurants. In den zwei Wochen haben uns schon öfter Jugendliche, meist am Strand, angesprochen und einfach mit uns halb auf portugiesisch und halb auf "englisch" ( die paar Wörter, die sie konnten ) geredet. Manche haben sogar gefragt, ob wir uns in der nächsten Zeit mal treffen wollen. Super nett und lieb.
Das beste kommt zum Schluss, die vielen super schönen Stranden mit Riesenwellen, blauem Meer und weißem Strand.
@D
An diesem Strand in Trindade gab es riesige Wellen, bis zu 5 Meter hoch. In die haben wir uns gleich geworfen, es waren aber auch viele Surfer unterwegs.
dem "Empire state building" nachempfundenen und dem
ältestem Hochhaus Sao Paulos.
Dort war die skyline der Stadt mit eben diesem Gebäude
(im mittleren Bild zu sehen) in sechs Bildern
zu sehen. Bei näherer Betrachtung erkennt man, dass das
gesamte Bild aus tausenden
unterschiedlichsten Schrott- und Müllteilen gefertigt ist,
auf einen weißen Boden gelegt und dann von oben
photographiert worden sind. Der Künstler heisst Vik Muniz
und stammt aus Sao Paulo.

@A
Zwei Wochen Sommer, Sonne und Meer und das sozusagen "nebenan". Brasilien ist mit 8,5 Millionen Quadratkilometern das fünft- größte Land der Welt und ist von einer berauschenden Vielfalt, von der wir einen Fingernagel gesehen haben. Nach unserem kurzen Flug nach São Paulo haben wir ein Auto gemietet und sind damit nach Rio de Janeiro gefahren. Nach Sylvester, einem Besuch der Christusstatue und einem megagiantischen Feuerwerk auf dem Meer sind wir dann in Etappen an der Küste entlang nach São Paulo gefahren.
Was mich dann am Ende der Reise schlichtweg umgehaut hat, war die Stadt São Paulo. 20 Millionen Menschen, trotzdem ist die Innenstadt per Fuß zu erkunden. Museen, alte Kirchen und Klöster, Hochhäuser, Parks und shopping-malls, alles nebeneinander, es ist atemberaubend!
Das größte Opernhaus Brasiliens, um 1900 im Stil des Pariser Palais Garnier gebaut. Leider gab es kein Konzert, als wir da waren.
Die Liberdade beherbergt die größte japanische Gemeinschaft außerhalb von Japan, es gibt japanische Geschäfte und Lokale und sogar die Ampellichter nehmen darauf Rücksicht.

Die "Catedral da Sé" auf dem palmen-bestückten Praca da Sé ist teils noch aus dem 18. Jhdt. erhalten und bietet Platz für 8000 Menschen!
Vom Dach des "Banespa"einer brasilianischen Version des Empire state buildings, 1939 erbaut, gibt es einen grandiosen Blick auf die Stadt und alles soeben Ergangene lässt sich wunderbar wiederentdecken, ein großer Spaß.
(z.B. die Kathedrale im rechten Bild)
Das Ganze ist nur noch zu toppen von meinem absoluten Lieblingsbild: "madrugada", vom 16. Stock unseres Hotelzimmers aus um 5.30 Uhr morgens aufgenommen. Während die Sonne aufgeht sind einzelne Fenster noch, oder schon wieder, beleuchtet!
@W
Unser Sommerurlaub war ein Erlebnis,
Rio hat den Reiz, dass es toll an Bucht und Atlantikküste gelegen ist und man mit der U-Bahn an die Stände in Copacabana oder Ipanema fährt, obwohl die Strände dann doch etwas überbewertet sind.
Am besten war aber ein Vormittag im Dschungel an einem der unzähligen Wasserfälle, in diesem Fall war es eine natürliche Steinrutsche, auf der die jugendlichen "lokals" stehend runterrutschten, wir klassisch.
In Sao Paulo waren wir leider viel zu kurz, am letzten Abend in Brasilien haben Arabella und ich einmal wieder einen Abend allein verbracht und waren in einer tollen, verrückten Bar im Zentrum von São Paulo. Dort haben wir mit einen brasilianischen Filmproduzenten, einem Geschichtsprofessor und einer Unisekretärin sowie anderen "Paulistas" sehr viel gelacht. Gesprochen wurde ein Mix aus Spanisch, Englisch und Portugiesisch. Todo Bem.
Zurück in Bolivien wurden wir gleich wieder von einer bolivianischen Tradition begrüßt: Bloqueos!
An unserem zweiten Tag in Bolivien wollten wir Elena, die uns hier besucht, vom Flughafen La Paz abholen, von Oruro aus normalerweise gut 2 Stunden im Minibus. Leider demonstrieren die Transportistas und blockierten die Straßen mit ihren LKWs. Wir mussten an drei Bloqueos stehenbleiben, aussteigen und auf der anderen Seite nach einer neuen Transportmöglichkeit suchen, das letzte Stück legten wir dann per Autostopp mit einem pickup zurück, David und ich auf der Ladefläche (bei Tempo 130) und Arabella und Carla vorne im Auto.

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